Level 7

Wir haben endlich einen Schwimmverein gefunden! Nach bestandener Aufnahmeprüfung ist der Sohn nun Mitglied im Doha-College, Section Evolution Swimming/Level 7. Das College ist in weniger als einer halben Stunde erreichbar (das ist hier Gold wert) und versammelt Kinder aller Nationen. Training auf Englisch. Wunderbar!

Souq Waqif

Gestern erneut ein Trip in den Souq Waqif, den Markt der Möglichkeiten in Doha! Man könnte meinen nach mehrfachem Besuch sei er ausgelatscht und langweilig. Stimmt aber nicht! Je öfter man hindurchläuft, sich Zeit nimmt und sich traut, entdeckt man tolle Läden und verrückte Situationen. Der Souq wurde vor 30 Jahren gebaut, ist, wie fast alles in Doha, kaum touristisch und einfach nur toll – besonders bei den mittlerweile gemäßigten Temperaturen. Einige Worte arabisch wurden bereits angewendet und verstanden, leider erstarb die »Konversation« nach genau diesen Worten … Ich arbeite daran. Haben wunderbare ägyptische Lampen erstanden und die größten Töpfe der Welt gesehen – mindestens!

Fingerprint-Women

Heute also der nächste Termin zur General-Erfassung in der Finger-Printing-Hall außerhalb Dohas gleich hinter dem Regierungsgebäude, kurz vorm Gefängnis. Eingescannt und abgeprinted darf ich in einigen Tagen auch meine einzigartige Iris hergeben, dann erst gibt’s den Pass. Datenschutz, was ist das?

Kemal Jussuf

Der zuständige ägyptische Personalmann aus dem Büro brachte mich heute zur »Immigrations-Untersuchung« im Medicalcenter und ließ mich dort in einem Meer aus schwarzen Gewändern, bunten indischen Saris, Stöckelschuhen, Badeschlappen und zwischen zwei weiteren, europäisch aussehenden Gestalten zurück.
Was mich dort erwartete könnte man als medizinische Massenabfertigung bezeichnen. Nicht sehr freundlich, aber auch nicht so unfreundlich wurden wir immer in größeren Gruppen zusammen »behandelt«, auch die Röntgenaufnahmen mussten alle gemeinsam, entkleidet, in weiße Kittel gesteckt (hinten offen) im Röntgenraum überstehen. Dabei konnte jeder die Aufnahmen des anderen begutachten und den plappernden, sehr jungen Sachbearbeiterinnen lauschen und dabei zuschauen, wie sie sich Hochzeitsbilder auf Ihren Smartphones zeigten, während sie gleichzeitig die Röntgenaufnahmen bearbeiteten. Es grenzte fast an ein Wunder, dass man Kabinen zugewiesen bekam, um sich umzuziehen.
Alle Damen nahmen das Procedere völlig gelassen hin und so habe ich das auch versucht, ließ mich hin- und herschieben und hatte es nach zwei Stunden hinter mir. Bald also halte ich meinen qatarischen Pass in Händen. Na dann.