Göttliches Gleichgewicht

Die tägliche Lieblingsstelle ist eine Art Bäumchen, an dem ich morgens vorbeilaufe. Keine Ahnung, wie es heißt, aber er besitzt schöne Blüten, die sich täglich erneuern. Eine zartes Orange überzieht sie und die Blätter schmiegen sich in einer Weise symmetrisch umeinander, wie es nur die Natur schafft zustande zu bringen. Jeder Künstler und Architekt bedient sich dieser Symmetrie und kupfert sie mehr oder weniger gelungen ab. Und das Weniger kann dabei auch reizvoll sein. Weiterlesen

Schön, oder?

Als ich das erste Mal durch Doha fuhr und der Mann mir vom Fahrersitz aus vorschwärmte: „Schau mal, das Haus da! Und hier dieser Laden! Und hier, der Blick dahinten hinaus… ist das nicht wunderschön?“, da nickte ich müde lächelnd und schaute schnell aus dem Fenster und ließ dieses nichtssagende beigefarbene, versandete Häuserchaos an mir vorüberziehen. Was hatte ich mir bloß dabei gedacht hierher zu ziehen, und was meint der bloß mit „schön„?. Heute denke ich war ich ja eigentlich blöd, dass ich nicht gleich daran gedacht habe, dass jeder Ort, an dem man lebt und liebt, schön werden kann. Weiterlesen

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